Samstag, 25. März 2017

#TaniasDaysofAuthors Interview mit Laura Wörle

Herzlich willkommen bei meinem sechsten Autoreninterview in meiner Rubrik „TaniasdaysofAuthors“ bei denen ich euch, liebe Leser, jeden Monat zwei Autoren vorstellen möchte. 

Heute stelle ich euch die liebe Autorin Laura Wörle vor! Sie hat bereits zwei Bücher veröffentlicht: „Opfermädchen“ und „Jagd der Tränen“.

Hallo Laura! Danke nochmals, dass ich dich heute interviewen darf! Stell dich doch kurz vor und erzähl uns ein bisschen was über dich! 
Mein Name ist Laura Wörle, ich bin am 6. Juli 1999 geboren und wohne im schönen Neresheim, das in Baden-Württemberg liegt. Umgeben von Bäumen, Feldern und kleinen Ortschaften, bin ich wohlbehütet aufgewachsen. Ich bin ein klein wenig hundevernarrt, liebe Thriller und lese auch ab und zu einmal einen Liebesroman.
Ich gehe noch zur Schule. Und zwar auf das Benedikt-Maria-Werkmeister Gymnasium bei uns im Ort, mache dort allerdings in wenigen Monaten mein Abitur.
Meine Freizeit verbringe ich mit fotografieren, schreiben, lesen und Ballett tanzen. Alle Hobbys sind wichtig für mich, denn sie alle öffnen vollkommen andere Welten. Beim Fotografieren kann ich die Dinge so ins Licht rücken, wie ich sie zeigen möchte. Ich kann die Perspektive bestimmen, das Motiv und später die eventuelle Bearbeitung. Man kann Momente, Augenblicke festhalten und sie teilen. Ballett ist mein absoluter Lieblingssport. Es ist anstrengend- oh ja, aber die Musik trägt einen auf ihre eigene Art und Weise durch das Training. Manchmal kommt es einem vor, als würde man fliegen, weil die Musik einen trägt. Zuhause tanze ich grundsätzlich durchs Haus, mir zuzusehen stelle ich mir sehr lustig vor. Und das Schreiben? Schreiben öffnet die Welt der Worte. Man kann mit ihnen spielen, Räume, Geschichten und Figuren erfinden, die einen allesamt begleiten – wenn auch nur in der Phantasie.
Außerdem spiele ich gern mit meinen zwei Kaninchen und schaue Serien. Dass ich letzteres je sagen werde, hätte ich nie gedacht. Bis ich dann auf „Reign“ und „Rizzoli & Isles“ stieß, zwei wundervolle Serien, wenn auch sehr verschieden. Die eine mit der (etwas veränderten) Geschichte um die schottische Königin Maria Stuart und die andere ganz klassisch im Krimigenre angesiedelt.

Ich habe gelesen du bist eine Hundenärrin 😉 hast du selbst Hunde und vielleicht auch andere Haustiere? 
Momentan leben zwei Kaninchen seit Dezember bei uns, die zwei sind wirklich sehr frech und bringen Leben ins Haus! Tatsächlich hatten wir auch einen Hund, Zorro, der mich seit meinem ersten Lebensjahr begleitet hat. Allerdings ist er im April 2015 von uns gegangen… und einen neuen Hund möchte ich irgendwie nicht haben. Aber in meiner Verwandtschaft gibt es einige mit denen man albern oder Gassi gehen kann.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich schreibe, seit wir in der Grundschule kreative Aufsätze verfasst haben. Erst waren es nur längere Hausaufgaben als gefordert, dann hatte ich angefangen in meiner Freizeit kleine Texte zu schreiben, kleine Fantasy-Theaterstücke, bis ich im Alter von 12 Jahren mit einem Thriller angefangen hatte. Ungefähr in dem Alter wurde dann auch ein Theaterstück von mir in der Schule aufgeführt, meine damalige Deutschlehrerin war begeistert und hatte mich sehr motiviert, da sie immer an mich geglaubt hat.

Gibt es etwas oder jemanden das/der dich beim Schreiben besonders inspiriert oder motiviert?
Eigentlich gibt es da nichts Besonderes, höchstens ab und zu Kleinigkeiten des Alltags. Neulich auf meinem Schulweg lag zum Beispiel eine Spielkarte im Gebüsch und irgendwie musste ich dann den ganzen Tag lang darüber nachdenken, bis ich die neue Idee aufgeschrieben habe. Oft sind es auch Lieder, allerdings hauptsächlich aufgrund der Stimmung, die sie erzeugen. Zu meinem momentanen Projekt motiviert mich zum Beispiel das Lied „Way down we go“ von Kaleo.

Hast du einen Ort an dem du besonders gerne schreibst?
Ich schreibe sehr gerne in meinem Bett mit vielen Kissen im Rücken, damit es auch ja bequem ist. Sollte es allerdings mal geplant zu gehen (mit vielen Notizzetteln neben dem Laptop), dann wähle ich auch gerne den Schreibtisch. Im Sommer setze ich mich am liebsten in den Garten, da ich die Natur und ihre Geräusche liebe.

Gab es ein einschneidendes Erlebnis, das dich als Autorin geprägt hat?
Ich würde sagen die erste negative Rezension, die ich bekam. Sie war sehr knapp und kurz formuliert, dennoch nahm ich sie mir sehr zu Herzen. Nach einigen Selbstzweifeln wurde mir dann jedoch klar, dass man als Autorin auch mit negativem umgehen muss. Was auch nur mehr als verständlich ist, mir gefällt ja auch nicht jedes Buch. Auch mein Lektor hat mir dazu geraten und mich ermutigt an den Kritikpunkten zu arbeiten. Und heute finde ich, dass negative Rezensionen gar nicht so schlimm sind. Natürlich ist es schade, aber man kann dadurch Dinge erfahren, die einem selbst vielleicht noch gar nicht aufgefallen sind und die man beim nächsten Mal besser machen kann.

Du bist ja eine sehr junge Autorin (du bist ziemlich genau ein Jahr älter als ich 😊), wie reagiert denn dein näheres Umfeld auf den Fakt, dass du Bücher bzw. Thriller schreibst?
Die meisten sind tatsächlich begeistert, dass ich schreibe. Sie finden es toll und kaufen auch meine Bücher, lesen sie sogar (was ich nicht für selbstverständlich halte). Jedoch können sich einige wie zum Beispiel meine Großeltern oder meine Mutter mit dem Genre nicht anfreunden, sie würden viel lieber eine Liebesgeschichte oder etwas Humorvolles von mir lesen. Die Mutter einer Freundin durfte ganz zu Beginn von „Jagd der Tränen“ ist das (damals noch unvollständige und nicht lektorierte) Manuskript lesen und sie war ganz begeistert davon. Für mich, als damals 14 Jährige, die wohl schönste Motivation, denn sie wollte natürlich so schnell wie möglich erfahren wie es weiterging.

Gibt es Personen in deinen Büchern, die an echte Personen, evtl. auch aus deinem näheren Umfeld, angelehnt sind?
Wenn ich so recht darüber nachdenke, nein. Ich versuche die Personen wirklich frei zu erfinden und zusammenzusetzen. Obwohl vielleicht bei der ein oder anderen Figur ein paar meiner persönlichen Charakterzüge oder Gedanken durchaus zu finden sind.

Deinen ersten Thriller „Jagd der Tränen“ hast du bereits im September 2014 veröffentlicht! Wie war es für dich als 15-Jährige dein erstes Buch zu veröffentlichen und auch erste Rückmeldungen von fremden Personen zu bekommen?
Es war das wohl schönste Glücksgefühl! Ich konnte es gar nicht glauben, als der Vertrag ins Haus flatterte und als ich dann meine Exemplare zugeschickt bekommen habe, bin ich erst einmal durchs ganze Haus getanzt und habe den ganzen Tag gestrahlt. Dass dann tatsächlich auch noch echte Menschen, Leser Interesse an dem Buch hatten, war für mich einfach unglaublich.

Auch deine Webseite habe ich mir ein bisschen besser angesehen und ich finde die sieht wirklich toll und auch total übersichtlich aus. Auf deiner Seite hab ich auch die Buchtrailer zu deinen Büchern gefunden und habe gelesen, dass du auch sehr gerne fotografierst. Gibt es Bilder oder auch Videos auf die du besonders stolz bist? 
Dankeschön, es freut mich sehr, dass sie dir gefällt!
Oh, das wird schwer, da ich eine sehr selbstkritische Person bin. Aber ich denke, dass sich da durchaus etwas finden lässt.

Dieses Bild gefällt mir sehr gut und ich verbinde eine wundervolle Erinnerung an den gemeinsamen Familienurlaub damit. Wir hatten ein Ferienhaus direkt an der Strandpromenade, weshalb ich jeden Morgen sehr früh aufgestanden bin, um auch ja den Sonnenaufgang zu sehen und zu fotografieren. Der leere Strand im Licht der aufgehenden Sonne war einfach nur bezaubernd.

Aber auch dieses Bild ist eines meiner Favoriten. Ich finde es hat eine Leichtigkeit und fängt die Stimmung des Spätfrühlings so schön ein.

Ein Bild, das diesen Winter entstand. Ich wollte schon sehr lange gefrorene Seifenblasen ablichten, aber es hat nie so geklappt, wie ich es wollte. Hier war ich dann einigermaßen zufrieden. Was mir daran auch sehr gut gefällt, ist das Gelb der Blüten und die Schneekristalle, die sich darauf abgesetzt haben.

Gibt es aktuell ein Buchprojekt oder vielleicht sogar mehrere an denen du arbeitest?
Momentan arbeite ich, wenn auch aufgrund der Abiturvorbereitungen eher selten, an einem historischen Liebesroman.

Deine Bücher gehören ins Genre „Thriller“, kannst du dir auch vorstellen in anderen Genres zu schreiben oder bist und bleibst du eine Thrillerautorin?
In gewisser Weise kann ich es mir schon vorstellen, nur Fantasy werde ich wohl immer meiden. Zur Weihnachtszeit wurde eine Kurzgeschichte von mir in dem Sammelband „Die Fantasygirls präsentieren… Fantastische Weihnachten“ veröffentlich, in welchem ich das Genre Thriller verlassen habe und über einen Weihnachtsmuffel geschrieben habe, der seinen Hund verloren hat, jedoch mit zwei Damen, eine tierisch, die andere menschlich, wieder Freude an diesem Fest gewonnen hat. Wie auch schon in der Frage oben erwähnt, versuche ich mich momentan an einem Liebesroman, jedoch werden auch dort Krimi-/Thrillerelemente zu finden sein. Denn am meisten kann ich mich dann doch mit diesem Genre identifizieren.

Wenn du die Idee zu einer neuen Geschichte hast, schreibst du dann einfach darauf los oder planst du die Charaktere und den Verlauf der Geschichte zuerst?
Bei meinem ersten Buch ging ich wirklich sehr planlos vor. Ich schrieb im Unterricht ohne über einen ausgefeilten Plot auch nur gedacht zu haben. Bei „Opfermädchen“ ging ich dann tatsächlich etwas geplanter vor, hatte irgendwann einen groben Entwurf, den ich beim Schreiben noch etwas abänderte. Die Charaktere schrieben sich aber auch da eher von selbst, hatten vorher nur ein sehr sehr grobes Grundgerüst. Bei meiner neuen Idee hingegen habe ich sehr viel mehr an Hintergrund zusammengetragen. Die Charaktere sind teilweise geplant und auch die Geschichte, meine Notizzettel sehen ein bisschen wie ein chaotischer Zeitstrahl aus.

Was wünschst du dir als Autorin von deinen Lesern bzw. was ist das schönste Kompliment, das ein Leser dir machen kann?
Ich wünsche mir ehrliche und konstruktive Kritik bzw. Rezensionen. Denn mit „ALLES toll“ kann ich genauso viel anfange wie mit „ALLES sch***“. Am schönsten ist es doch immer noch, wenn die Leser das Werk wertschätzen und das auch einem mitteilen, selbst wenn es nicht hundertprozentig ihr Fall war.

Deine Cover sehen toll aus! Hast du sie selbst fotografiert bzw. bearbeitet oder hat das jemand anders gemacht?
Nein, die Cover wurden von Hanna Werneke gestaltet. Sie war für die Cover bei uns im Projekt der Fantasygirls zuständig, bevor sie zu studieren begann.

Was ist das Lustigste, das dir bisher als Autorin passiert ist?
Im Café meiner Tante liegen ein paar Bücher zum Verkauf aus. Eine Frau hat sich dort eines gekauft und wir waren zufälligerweise auch zu Besuch. Sie musste mich natürlich gleich mit Fragen löchern, doch eine Frage blieb mir sehr im Gedächtnis: „Ist dir das aus den Büchern selbst passiert?“. Es ist zwar nicht direkt lustig, aber ich bin ein sehr fröhlicher Mensch und zeige das (normalerweise) auch. Wenn ich das erlebt hätte, was meinen Protagonistinnen widerfährt, dann würde ich wohl ein paar Mal weniger lachen.

Du hast ja eine Facebook-Autorenseite und auch eine eigene Website, bist du auch in anderen Sozialen Medien vertreten oder reichen dir diese zwei Kanäle? 
Ich betreibe zusätzlich noch ein Instagram-Profil, allerdings poste ich dort leider sehr unregelmäßig. Ich hoffe nach dem Abitur wird sich das ändern. Ansonsten komme ich mit dieser kleinen Auswahl sehr gut zurecht. YouTube wäre nichts für mich, denn ich stehe gar nicht gern vor der Kamera.

Findest du, dass es als Autorin wichtig ist in sozialen Medien vertreten und aktiv zu sein? Hat es deiner Meinung nach Einfluss auf den Erfolg eines Romans?
Ich denke ja. Vor allem als kleine, unbekannte und neue Autorin muss man sich und sein Werk bekannt machen. Denn was niemand kennt, kann auch niemand lesen.

So und zum Abschluss noch eine offene Frage: Gibt es irgendetwas was du mir und den Lesern noch erzählen oder mitteilen möchtest?
Ich danke euch allen sehr, dass ihr Interesse an meinen Büchern und mir habt, mich unterstützt und motiviert! Dir danke ich vor allem für das Interview, ich habe mich sehr gefreut dabei sein zu dürfen, es ist wirklich eine ganz tolle Aktion. 


Danke für das Interview liebe Laura!

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